Zuschuss für „mehr Zeit“ bei Patienten

Diakoniestation erhält vom Förderverein vier Jahre lang jeweils 7.500 Euro am 26.November 2013

Geschäftsführer Matthias Barho (v.l.), Pflegedienstleiterin Gabriele Keiner und der noch recht frische Vorsitzende des Fördervereins Soziale Dienste Linden, Ehrenbürgermeister Ulrich Lenz, bei der Überbringung guter Nachrichten: Es gibt Geld für Sondereinsätze.

ZUSICHERUNG Förderverein, Diakoniestation und Diakonisches Werk teilen sich Kosten von 7500 Euro jährlich

LINDEN – (ee). „Ja ist denn heut‘ schon Weihnachten?“ Diese Frage stellte sich für Gabriele Keiner, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation Linden, ebenso wie für Geschäftsführer Matthias Barho. Der Vorsitzende des Fördervereins Soziale Dienste Linden, Ehrenbürgermeister Dr. Ulrich Lenz, überbrachte eine Zusicherung finanzieller Unterstützung in Höhe von 30 000 Euro auf vier Jahre gesehen. Jeweils für 7500 Euro in Zeit umgerechnet dürfen die Mitarbeiter im Pflegebereich für ihre Arbeit aufwenden. Wie Keiner und Barho informierten, soll das Geld für sogenannte Zusatzleistungen verwendet werden, die einfach nicht einzuplanen sind. „Wenn etwa ein Patient ein Anliegen hat, einfach einmal Gesprächsbedarf oder sonst ein Problem, das so nicht vorhersehbar ist“, erläutert Keiner die Mittelverwendung. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprogramm, dessen Kosten jeweils zu einem Drittel vom Förderverein, der Diakoniestation und dem Diakonischen Werk getragen werden. „Alle Mitarbeiter haben die Gelegenheit durch diese finanzielle Unterstützung Entlastung in die Familien zu bringen und müssen sich nicht rechtfertigen, wenn die geplante Tour nicht eingehalten werden kann. Damit ist allen geholfen, denen die die Pflege erbringen, und jenen, die gepflegt werden“, so Lenz. Dieser verwies auf weitere Arbeitsfelder, denen sich der Förderverein angenommen hat, nachdem im September ein neuer Vorstand gewählt wurde. So wird an einer neuen Homepage gearbeitet, soll die Mitgliederwerbung ausgeweitet und ein neues Logo angefertigt werden. Es konnten bisher zwar schon zehn neue Mitglieder geworben werden, jedoch konnten damit die natürlichen Abgänge nicht ausgeglichen werden.

„Wir sind ein Verein mit vielen älteren Mitgliedern“, so Lenz. Dieser bedauert, dass es nichts mit der Anschaffung eines Elektroautos wird. „Die Kosten sind einfach noch zu hoch und ich habe keinen Sponsor finden können, um dies umzusetzen“, verrät Lenz im Hinblick, dass im kommenden Jahr vom Förderverein zwei neue Fahrzeuge für die Diakoniestation angeschafft werden sollen. Damit sollen zwei alte Fahrzeuge ersetzt werden. Auch im kommenden Jahr soll der finanzielle Unterstützungsrahmen für die Diakoniestation vor Ort wieder bei 30 000 Euro liegen. „Es bleibt alles in Linden, das ist das Wichtige dabei. Es kommt den Lindener Bürgern zugute, die es nötig haben“, betonte er. Der Unterstützung des Fördervereins sei es zu verdanken, dass jeder Patient vier Prozent einspare, denn dieser Investitionsbetrag müsste sonst seitens der Diakoniestation abgerechnet werden. „Dies ist ein echter Vorteil der Lindener Bürger, die die Arbeit der Diakoniestation in Anspruch nehmen.“

Author: DSchomber

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